Pamela Rendi-Wagner: „Sozialdemokratin mit Leib und Seele“

Pamela Rendi-Wagner

„Ich habe eine Entscheidung getroffen, eine für Verantwortung.“
„Es erfüllt mich mit sehr großer Freude, dass der Bundesparteivorstand mich zur geschäftsführenden Bundesparteivorsitzenden der SPÖ und zur Kandidatin als Vorsitzende der SPÖ gewählt hat“, sagte Pamela Rendi-Wagner nach der Abstimmung Ende September 2018. Sie habe gleich von Beginn an viele Unterstützungserklärungen bekommen – von Parteimitgliedern, von Mitgliedern der sozialdemokratischen Gewerkschaften, Frauenbewegungen und Menschen, die mit der SPÖ noch nie was zu tun hatten. Rendi-Wagner machte auch umgehend klar, welche Themen in der nächsten Zeit eine zentrale Rolle einnehmen müssen.

Die designierte SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner fühle sich als „Sozialdemokratin mit Leib und Seele“. Sie will die Themen soziale Gerechtigkeit und einen „fairen Leistungsbegriff“ in den Mittelpunkt stellen und die SPÖ nicht nur über politische Gegner definieren: „Die, die leistungsfähig sind, sollen die Möglichkeit haben, mit ihrer Arbeit aufzusteigen. Das gilt generell. Vor allem aber für die Frauen.“ Und dazu brauche es die Möglichkeit für Bildung. Sie wolle den „Leistungsbegriff“ von der ÖVP für die SPÖ zurückgewinnen. „Ich will keine Gesellschaft, die akzeptiert, dass Geburt, Herkunft, Geschlecht oder Hautfarbe entscheiden, wie groß oder klein deine Chancen im Leben sind.“

Für gerechte Lösungen und faire Chancen

Die SPÖ muss zeigen, wofür sie steht: Für ein Menschenbild, das geprägt ist von sozialer Gerechtigkeit, sozialer Wärme, Chancengleichheit und einem Leistungsbegriff, wo alle zum Wohlstand beitragen, aber auch alle von diesem Wohlstand profitieren. „Ich will eine Gesellschaft, in der jede und jeder seine Leistung einbringen kann und sich darauf verlassen kann, dass er am Wohlstand teilhaben kann“, sagt Rendi-Wagner.

Fairer Zugang zu Gesundheit, Bildung, Arbeit, Wohnen

Es geht um einen fairen Zugang, das trifft auf Gesundheit, Bildung, Arbeitsmarkt und auch auf den Bereich Wohnen zu. Diese Faktoren entscheiden darüber, ob jemand gesünder oder kränker ist. Es sind diese Faktoren, die entscheiden, wie lang die Lebenserwartung der Menschen ist und ob die Kinder die Chance haben, gesund aufzuwachsen.

„Ich bin für eine Politik des Hinschauens“

Zum Thema Migration betonte Rendi-Wagner, man dürfe die Ängste der Menschen „nicht ignorieren“. Die SPÖ habe die Wichtigkeit des Themas erkannt. „Ich bin für eine Politik des Hinschauens“, so Rendi-Wagner. Sie wolle eine Politik machen, die bei den Wünschen und Bedürfnissen ansetzt, und nicht – wie es die schwarz-blaue Bundesregierung tut – bei den Ängsten. „Mir ist es wichtig, die positiven Gefühle der Menschen im Land anzusprechen, ohne ihre Ängste zu ignorieren und zu bewerten. Menschen sind mehr als ihre Ängste. Menschen haben Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen.“

Die nächsten Monate bringen große Herausforderungen für die SPÖ. Es gebe eine EU-Wahl zu schlagen, eine Arbeiterkammerwahl und eine Landtagswahl in Wien. „Wir werden uns dem stark, entschlossen und geschlossen stellen“, kündigt die designierte SPÖ-Chefin an.

>> Das ist Pamela Rendi-Wagner (Link zu www.kontrast.at)