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12-Stunden-Arbeitstag bedeutet für Frauen Zurück in die Vergangenheit

ÖVP und FPÖ wollen Freiwilligkeit nur für Unternehmen

„Dass Frauen nicht so viel arbeiten können, wie sie wollen, und auch nicht ungeplant jederzeit zur Verfügung stehen können, liegt oft auch an den fehlenden qualitativen Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Wer kennt einen Kindergarten, der 60 Stunden pro Woche offen hat? Jetzt planen die schwarz-türkise angebliche Familienpartei und die FPÖ, die gerne betont, für die sogenannten kleinen Leute da zu sein, einen Anschlag auf ArbeitnehmerInnen, von dem Frauen besonders betroffen sein werden: länger Arbeiten auf Abruf und dass dann noch zum Nulltarif,“ ärgert sich FSG-Frauenvorsitzende Ilse Fetik. Nichts anderes verberge sich hinter dem Vorhaben, die täglich Arbeitszeit auf zwölf Stunden und die wöchentliche Arbeitszeit auf 60 Stunden zu erhöhen. Die sogenannte Freiwilligkeit ist nicht gegeben, das zeigt die Weigerung, die Sozialpartner in diese Fragen einzubinden und die Verlagerung auf die betriebliche Ebene.

„Freiwilligkeit also nur für Unternehmer. Für Arbeitnehmerinnen mit Kindern bedeutet der 12-Stunden-Tag, dass es noch schwieriger wird, Beruf und Familie zu vereinbaren“, erklärt Fetik: „Schon jetzt sind Betreuungseinrichtungen mit auf Berufstätige abgestimmten Öffnungszeiten gerade im ländlichen Raum Mangelware. Kinder wollen wohl auch nicht einfach irgendwo abgegeben werden, wenn die Eltern halt gerade mal keine Zeit haben. Der Kindergarten ist eine Bildungseinrichtung und keine Kindergarderobe! Trotzdem schauen Kurz und Strache tatenlos zu, wie im schwarz-türkis-blau regierten Oberösterreich Sozialleistungen gekürzt und bei der Kinderbetreuung gespart wird. Das ist ein Rückschritt, weil er vor allem Frauen und insbesondere AlleinerzieherInnen in ausweglose Situationen bringen wird. Wenn ÖVP und FPÖ Neues planen, bedeutet das vor allem für Frauen zurück in die Vergangenheit!“

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