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FSG-Wien-Jugend: Wienerinnen arbeiten noch immer zwei Monate gratis

1.700 Euro Mindestlohn und viel mehr Vollzeitarbeitsplätze notwendig

„Beim Equal Pay Day ist Wien zwar ‚Schlusslicht‘, trotzdem arbeiten die Wienerinnen ab dem 30. Oktober noch immer mehr als zwei Monate gratis. Ein für uns unhaltbarer Zustand“, kritisiert die Vorsitzende der FSG-Wien-Jugend Carina Köpf und fordert ein ganzes Bündel an Maßnahmen zur schnelleren Angleichung des Einkommensunterschiedes zwischen Frauen und Männer.

„Der Mindestlohn von 1.700 Euro muss rasch umgesetzt werden. Das wäre ein erster Schritt in Richtung gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, stellt Köpf fest. Gleichzeitig müsse der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze vorangetrieben werden. Die FSG-Wien-Jugendvorsitzende: „Damit könnten Frauen verstärkt Vollzeitarbeitsplätze annehmen. Diese müssen allerdings von den Arbeitgebern auch angeboten werden. Weiters müssen die Teilzeitbeschäftigten bei Mehrarbeit Überstundenzuschläge erhalten.“

„Lohntransparenz muss in Zukunft in den Betrieben eine Selbstverständlichkeit werden und nicht durch diverse Ausreden unterlaufen werden“, fordert Köpf die Arbeitgeber auf endlich aktiv zur Schließung der Einkommensschere beizutragen. Zusätzlich müssen immer mehr Führungspositionen mit Frauen besetzt werden. Köpf: „Auch hier gilt: Arbeitgeber, es ist Schluss mit den Ausreden. Frauen können es – vielleicht sogar besser als manche Männer.“

Schließlich müssen die Anstrengungen verstärkt werden, dass noch mehr Frauen männerdominierte Berufe ergreifen. Köpf: „Hier muss bereits in der Schule begonnen werden und in einer echten Berufsorientierung vor dem Eintritt ins Berufsleben münden.“ 

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