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Zu wenig Arbeitsplätze für Ältere

Christian Kern will "Aktion 20.000" ausweiten

Bundeskanzler Christian Kern möchte die "Aktion 20.000" zur Senkung der Altersarbeitslosigkeit ausweiten. Bei einem Betriebsbesuch beim Pharma Großhändler Herba Chemosan in Wien kritisierte Kern am Freitag, dass der laufende Konjunkturaufschwung zu wenig Arbeitsplätze für Ältere schaffe. "Die Konjunktur, der Markt werden das nicht alleine lösen können", forderte Kern zusätzliche staatliche Maßnahmen.

Bei dem Pharma-Großhändler wird stark auf Altersteilzeit gesetzt, wie Betriebsrat Franz Georg Brantner sagt. Damit können MitarbeiterInnen fünf Jahre vor dem Pensionsalter ihre Arbeit auf 40 Prozent reduzieren, erhalten aber 70 Prozent des Lohns. Nötig sei das auch deshalb, weil die Kommissionierung der Medikamente harte Arbeit sei: "Du kannst den Job nicht bis 65 machen."

Kern plädiert für die Beibehaltung der Altersteilzeit, altersgerechte Arbeitszeiten und den Ausbau der Aktion 20.000: "Unsere Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass der Erfolg bei allen ankommt." Denn bei jüngeren sinke die Arbeitslosigkeit stark, bei Älteren aber noch nicht.

Die Hälfte der Arbeit beim Pharma-Großhändler wurde bereits automatisiert. So werden die 2.000 umsatzstärksten Medikamente (von insgesamt 35.000) automatisch zur Auslieferung abgepackt. Der Trend gehe in Richtung weniger MitarbeiterInnen, dafür aber höher qualifizierte. Kern sieht im hohen Automatisierungsgrad ein weiteres Argument für die Wertschöpfungsabgabe (Robotersteuer). Diese würde dem Großhändler eine "massive Entlastung bringen".

>> Aktion 20.000 voller Erfolg (Link zu www.spoe.at)

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